Donnerstag, wir schreiben den 19. Jänner, die Autos von Dieter & Co treffen ein. Ah, da geht ja was, vielleicht kommen unsere ja auch bald! Unsere alte Truppe checkt aus ihrem Hotel aus und sie bleiben noch eine Nacht. Zum ersten Mal beneide ich jemanden auf dieser Reise wirklich.
Freitag, wir verabschieden uns gegen Mittag von Dieter und Juliana, Berni und Annette fahren mit Wim und Anneliese weiter und wünschen allen eine gute Reise. Wir haben von den Vorfällen in Äthiopien erfahren!
Unsere täglichen Rituale nehmen ihren Lauf. Nachdem das Grillfleisch am zweiten Abend etwas zäh war sind wir auf Eintöpfe übergegangen und laden zur jail house dinner party, wir sind jetzt bereits ein eingespieltes Küchenteam. Und für Nabukko könnten wir auch schon mal zu üben beginnen.
Samstag, frühstücken wir heute Omlett oder Omlett? Wir könnten ja auch mal das Lokal wechseln, aber wohin? Dann bestellen wir halt Omlett, einzige Abwechslung mit oder ohne Gemüse. Walter hat köstliche Minikrapfen um die Ecke bei einer Schönen entdeckt und unser Frühstücksreportoire zum Fetakäse und Marmelade erweitert.
Walter macht einen Ausflug in’s nubische Hinterland
und die Spielsüchtigen lassen sich vom Chefe abzocken. Die nicht kalkulierten ”Baukosten” müssen ja schließlich rein. Da kommt die Kundschaft gerade recht. Scheiß Spiel, aber wir arbeiten an unseren Strategien. Gundi, Ursel und Klaus sind dem Spiel zwischenzeitlich auch schon verfallen.
Unser Spieltisch im “Bauhof” besteht aus vier Colakästen und einer alten Kühlschranktüre
Am späten Nachmittag erfahren wir von Massa dass unsere Autos verladen und auf dem Weg sind. Großartig, da geht ja was voran. Wird auch dringend Zeit, die Stimmungen schwanken, trotz alledem sind wir alle ziemlich relaxt und ergeben uns nicht ganz tatenlos unserem Schicksal. Kiss met.
Trotz der widrigen Umstände die uns hier überraschend ereilt haben, muss ich sagen, dass Wadi Halfa für mich ein Ort mit zwei Gesichtern ist. Die Menschen hier sind herzlich, ehrlich und das macht sie liebenswert. Wir fühlen uns sicher und nicht beschissen obwohl sie die Situation gnadenlos ausnutzen könnten. Langsam wachsen mir die Sudani wirklich an’s Herz.
in unserem Frühstücks Restaurant mit Döner Grill
Unsere schöne Teeköchin, die Gockel reihen sich allmorgentlich auf …..
und dann haben wir das außerhäusliche Nachtleben entdeckt …
und ich habe einmal sogar gewonnen!! Mein sudanesischer Coach steht mir zur rechten bei und hat mich wirklich gut beraten.
Sonntag, the same ……,die Langeweile schlägt zu und Gundi beschließt sich einen Kaftan machen zu lassen, so gehen wir zum Schneider nebenan. Wir schauen, suchen aus, probieren und kauderwelschen und Gundi bestellt schließlich. Muss aber morgen fertig sein, die Autos könnten ja kommen. Selbstverständlich, kein Problem. Wir hoffen das Beste.
Da es allmorgentlich immer noch etwas frisch ist haben wir uns dem örtlichen modischen vorletzten Schrei unterworfen und uns skandinavischen Kopfschmuck zugelegt und Walter macht schon wieder Gaudi. Wir geben alles um die sudanesische Wirtschaft zu unterstützen, business, business, da wollen wir doch nichts auslassen.
Am späten Nachmittag teilt uns Massa dann mit, dass der Autoschlüssel von einem Auto fehlt. Häh, wie geht das denn? Die sind doch schon auf dem Weg. Habla habla und bla bla, wir müssen zur Kenntnis nehmen, daß die Autos wohl noch nicht verladen sind und fühlen uns ebenso. Unser Aufenthalt wird sich wohl verlängern. Da kann man die Anschaffung eines Kaftans doch noch mal überdenken.
Ich entscheide mich für die Komplett Variante, K…fängerhose und Oberteil und wir gehen wieder zum Schneider um zu bestellen. Am Montag können wir dann alles abholen.
Heute ist nun Dienstag und wir harren der Dinge, vielleicht kommen wir noch heute weg, spätestens morgen früh! Ich geh mal duschen und halte mich reisebereit! Walter hat auch schon gepackt.
Bernd und Jürgen haben schon mal vorsichtshalber die letzte Büchse Sardinen geöffnet und dabei soll es für HEUTE bleiben.








Näääääää, wollt Euch ja schon beneiden, aber etzt nimmer!!!! Diese Wanzenluxussuite mag ich mir garnicht real vorstellen – allein von den Bildern bekomme ich ja schon Herpes…. Hoffe, Ihr fangt Euch nicht nen Flohzirkus ein oder sammelt irgendwelche seltsamen Viren und Bakterien… Aber womöglich war diese Unterkunft die schlechteste und es wird nur noch besser… .
Micha hat seine OP gut überstanden und ist bereits zu 70% vollständig genesen. Unseren Winter-Spießer-Urlaub im Tannheimer Tal werden wir allerdings mit Langlauf begehen: Micha darf noch nicht “Abfahrt” und ich bin ja eh der Oberschisser, der lieber am Boden bleibt (nur nicht höher als 2 Meter…!). Wenn Ihr mal wieder im Internet seid, und Euch so richtig die Motivation für Eure kommenden Hotels holen wollt, dann seht Euch halt mal unsere Klimt-Suite im Hotel …liebes Roflüh (www.rotflueh.com) an – versprochen, wir werden jeden Abend Eurer gedenken und ein gutes Tröpfchen auf Euer Wohl trinken!! Also, haltet die Ohren steiff!
Liebe Grüße
Heike und Micha